Ein paar Fragen an: Constantin

Name: Constantin
Instrument: Kontrabass
Funktion: Stimmführer

Constantin, was reizt Dich am Orchesterspielen?

Es sind so viele Dinge: Das Spielen von bekannten (und auch unbekannten 😉 ) Orchester-/Opernwerken, das gemeinsame Musizieren mit anderen Musikern und die wertvollen Erfahrungen die man dadurch sammelt, die Konzerte und die Freude die man den Zuhörern und sich selbst damit bereitet… Das Spielen im Orchester macht mir unglaublich viel Freude, es ist lehrreich, man entwickelt sich weiter… Ein wahrer künstlerischer Genuss!

Was macht für Dich den Concentus21 aus?

Ich schätze dass wir ein sehr ambitioniertes Amateurorchester mit engagierten Musikern und einem sehr professionellen und erfahrenen Dirigenten und künstlerischem Leiter sind. (Welchen ich auch menschlich sehr schätze!) Man findet bei uns Menschen aus verschiedensten Altersgruppen, Berufssparten, Nationalitäten, etc. und uns alle verbindet die Leidenschaft zur Musik. Außerdem ist es quasi ein “Markenzeichen” des Orchesters, auch unbekannte(re) Werke aufzuführen – das macht unglaublich viel Spaß!

Was ist für Dich das Besondere am NABUCCO Projekt?

Dass es meine erste Opernaufführung ist – und dann gleich so ein bekanntes Werk, mit großem Orchester, großem Chor und tollen Solisten. Ich freue mich schon sehr auf dieses Projekt, das wird bestimmt ganz, ganz großartig!

Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Selbstverständlich! Als Musiker und großer Liebhaber der “klassischen” Musik, ist man in Wien ja glücklicherweise verwöhnt. In unserer Stadt sind ja die die weltbesten Orchester, sowie Konzert- und Opernhäuser beheimatet. Am liebsten besuche ich den Wiener Musikverein, das Konzerthaus, sowie die Wiener Staatsoper. Mein Lieblingsorchster sind (wie sollte es auch anders sein 😉 ) die Wiener Philharmoniker.

Was war Dein bisher schönster Moment mit dem Concentus21?

Mein erstes Konzert mit dem Concentus21, vergangenen Herbst im Lorely Saal. Das Konzert war restlos ausverkauft, wir spielten ein wundervolles Programm in einem wunderschönen Konzertsaal! Es ist außerdem anzunehmen, dass wir an diesen Abend die 2. Sinfonie in e-Moll von Carl Loewe, in Wien uraufgeführt haben – das fühlt sich schon sehr besonders an!

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen?

Da gibt es viele Wünsche, eine schwierige Frage! Ich glaube wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven. Oder auch die 1. Sinfonie in D-Dur von Gustav Maler. (da gibt es gleich am Anfang des dritten Satzes ein schönes Kontrabass Solo. 🙂 )

Constantin, Du spielst ja Kontrabass. Welcher Musiker ist Dein musikalisches Vorbild und warum?

Unbestritten Ludwig Streicher! Er war langjähriger Solo-Kontrabassist der Wiener Philharmoniker, Professor an Hochschule für Musik in Wien, sowie Begründer der Ludwig Streicher Kontrabass Schule. Seine Kontrabass Schule ist meiner Meinung nach die Beste für “unser” Instrument und wird besonders in Wien/Österreich, aber auch in anderen Teilen der Welt, u.a. auch in Japan, gespielt und gelehrt. Für mich ist es wichtig diese Tradition zu bewahren und weiterzugeben. Außerdem war er ein großartiger Solist, er beherrschte den Kontrabass wie kein anderer! Glücklicherweise haben wir ihm viele legendäre Interpretationen und Aufnahmen zu verdanken. Übrigens: heuer hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Was hat Dich dazu gebracht, ausgerechnet dieses Instrument zu lernen?

Eine längere Geschichte: Als Kind habe ich einige Jahre lang Geige gelernt, doch relativ schnell stellte sich heraus, dass mich der Kontrabass eigentlich viel mehr interessieren würde. Als 13 jähriger, als sich meine Interessen zur Metal- und Rockmusik verschoben, habe ich begonnen E-Bass zu spielen. (dieses Instrument spiele ich auch nach wie vor) Erst Jahre später, als ich meine Liebe zur “klassischen” Musik wieder entdeckt hatte, habe ich begonnen Kontrabass zu spielen und bin nun bei meinem Trauminstrument angelangt. 🙂 Am meisten schätze ich die tiefen Frequenzen der Kontraoktave, den dunklen Klang und das Klangvolumen, aber auch die (nicht zu unterschätzende) Vielseitigkeit des Kontrabasses.

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.