Symbolbild: Innenleben eines Klaviers mit Blume

Unsere Top 5 Podcasts in Sachen Klassik

Wir dürfen zwar immernoch nicht wieder proben, das hält uns aber nicht davon ab, uns weiter mit Musik zu befassen. Wir üben und machen dann schöne Hausmusik. Wir schwelgen in Erinnerungen von vergangenen Konzerten und wir hören natürlich Musik. Ob von CD, Vinyl oder aus dem Internet ist uns dabei (fast) egal 😉 Wichtiger ist da schon die Abwechslung. Und weil wir auch gerne Neues entdecken, drängen sich Podcasts förmlich auf, um neue Stücke, Interpreten und Komponisten kennen zu lernen. Unsere 5 Lieblingspodcasts zur klassischen Musik haben wir hier einmal für euch zusammen gestellt.

BR Klassik Podcast: Klassik für Klugscheißer

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Laury und Uli sprechen über Klassische Musik und halten viel Wissen und Hintergrundinformation parat, mit denen man auf jeder Orchester-Party glänzen kann. In der Folge “Schlussmachen” geht es um berühmte Werkschlüsse, in “Genial geklaut oder plump plagieert” erfährt man, wer von wem was abgeschrieben hat und in “Ohrwürmer – Musik die uns nicht aus dem Kopf geht” erfährt man tatsächlich ein probates Gegenmittel gegen den unsäglichen Ohrwurm.

rbb Kultur Podcast: Ludwig van Beethoven

Ganz anders als beim launischen Podcast für Klugscheißer, geht es beim Podcast über Beethoven in die Tiefe. In 47 Folgen spricht Leonore Büning mit Musikern und Musikwissenschaftlern über das Werk und den Komponisten. Die Einordnung in den historischen Kontext, die Inspiration zu den Werken, aber auch der “private” Beethoven werden thematisiert. Vor allem gibt es aber viel Musik. Die Folgen sind teilweise sehr lang und intensiv, es lohnt sich also Zeit und Muse mitzubringen und sich ganz zu vertiefen.

WDR3 Podcast: Meisterstücke

Wer nur wenig Zeit hat und dennoch eine Dosis Klassik haben möchte, dem legen wir den Podcast “Meisterstücke” ans Herz. Mit Humor und fundiertem Wissen, wird hier die Geschichte hinter den Werken erzählt: mit welchen Schwierigkeiten Chopin bei einem Winter auf Mallorca kämpfte und dennoch wunderbare 24 Préludes op. 28 schrieb oder warum Brahms 14 Jahre für seine erste Symphonie brauchte. Ob im Wartezimmer, dem Auto oder in der U Bahn so lassen sich 15 Minuten kruzweilig verbringen.

Deutschlandfunk Kultur Podcast: Klassik drastisch

Der Quicky unter den Podcasts: Zwei Schauspieler reden über klassische Musik. Das klingt im ersten Moment nicht, als wären hier Experten am Werk. Im Podcast “Klassik drastisch” wird man allerdings schnell eines besseren belehrt. Die Hosts Devid Striesow und Axel Ranisch sind wahre Klassik Nerds und so nähern sie sich ohne Berührungsangst den großen Werken und scheuen sich auch nicht, dabei auch mal lauthals (mit) zu singen.

Podcast des Dirigenten Joshua Weilerstein: Sticky Notes

Für alle, die auch gerne auf Englisch hören, haben wir zum Abschluss nun noch den Podcast des Dirigenten Joshua Weilerstein. Seine Themen reichen von Analysen bekannter Werke über Gespräche mit Musiker*Innen bis zur Vorstellung weniger bekannter Stücke. Wer sich schon immer einmal gefragt hat, ob es auch Komponistinnen und Komponisten “of Color” gibt, der wird hier genauso fündig, wie der Wissbegierige, der schon immer einmal die Geschichte der Klassischen Musik in 60 Minuten zusammengefasst hören wollte.

Eure Empfehlungen

Welche Podcasts hört ihr gerne? Womit habt ihr euch die Lockdown Zeit vertrieben? Wie immer freuen wir uns über Feedback und Rückmeldungen einfach per Mail.

Gerhard Deiss, Violine

Ein paar Fragen an: Gerhard

Als Amateurorchester haben wir Mitglieder in fast allen Altersstufen, verschiedener Nationalitäten und mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. Ein solches Mitglied, bei dem nicht nur der musikalische Werdegang, sondern auch der berufliche ein eigenes Interview Wert wäre, ist Gerhard. Er war Diplomat, ist Schriftsteller, Komponist und Musiker. Wer mehr über seine anderen Aktivitäten erfahren möchte, dem sei als Startpunkt der entsprechende Wikipedia Artikel ans Herz gelegt. Hier soll es vorrangig um die Musik gehen.

Name: Gerhard

Instrument: Violine

Gerhard, Du bist musikalisch sehr vielseitig unterwegs. Du spielst neben Geige auch Klavier und Du komponierst. Wie war Dein Weg zur Musik?

Ich spiele seit dem 8. Lebensjahr Klavier. Auch während der über 20 Jahre, die ich beruflich im Ausland verbracht habe, hat mich das Klavier immer begleitet. Später, vor etwa 30 Jahren, kam dann die Violine hinzu. Besonders gerne mache ich Kammermusik (hauptsächlich vom Klavier aus) oder Liedbegleitung.

Eine besonders schöne Erfahrung war aber auch das Spielen in einem Orchester. Seit 20 Jahren bin ich Mitglied des Kammerensembles Jedlesee, das vor allem Messen aufführt. 2015 wurde ich Mitglied des Concentus21 und genieße dort das Erlebnis, in einem größeren Orchester mitwirken zu können.

Welchen Stellenwert nimmt die Musik insgesamt in Deinem Leben ein? Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Die Musik war für mich stets ein wichtiger Bezugspunkt neben meinem früheren Beruf als Diplomat. Allerdings sind die Oper- und Konzertbesuche in den letzten Jahren seltener geworden, da das aktive Musizieren stark zugenommen hat.

Du komponierst ja auch, was doch eher außergewöhnlich ist. Wie kam es dazu und woher kommt Deine Inspiration?

Bereits im Gymnasium begann ich – angeregt von meinem damaligen Musikprofessor, Heinz Kratochwil, der selbst ein erfolgreicher Komponist war – mit einigen Kompositionen. Nach der Matura folgten drei Semester Komposition an der damaligen Akademie für Musik (Anmerkung: die heutige mdw) bei Prof. Neumann. Nach einer 40 jährigen Pause, vor etwa 10 Jahren, begann ich dann wieder mit dem Komponieren und konnte auch einige Werke öffentlich aufführen lassen, zuletzt das 2. Streichquartett durch das Aronquartett.

Ich komponiere hauptsächlich vom Klavier aus, die Notationsprogramme – ich arbeite mit Finale – erleichtern zudem Vieles, wenn ich das mit meinen Kompositionsversuchen vor 50 Jahren vergleiche. Ich habe auch den Eindruck, dass die damalige zeitgenössische Musikszene (mir scheint vor allem in Österreich und Deutschland, anders als etwa im pragmatischeren angloamerikanischen Raum) viel dogmatischer war als heute, wo eine gewisse größere Bandbreite an Stilen toleriert wird. Über die 2. Wiener Schule bin ich wahrscheinlich nicht viel hinausgekommen, aber ich fühle mich jetzt frei, eine mir passend erscheinende Musiksprache zu wählen.

Es gibt viele tolle Musiker und Komponisten. Wenn Du auf eine einsame Insel nur die Musik einer bestimmten Person (Komponist oder MusikerIn) mitnehmen dürftest, für wen würdest Du Dich entscheiden und warum?

Eine schwer zu beantwortende Frage, denn es gibt zu viele großartige Komponisten (das gilt auch für MusikerInnen, ich gehöre aber keinem Fanclub an). Wahrscheinlich würde ich mich für J.S. Bach entscheiden. Dazu passt auch der Beethoven-Ausspruch “Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen. Wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.”

Gerhard, lass uns über „unser“ Orchester sprechen. Was reizt Dich am Orchesterspielen und was macht für Dich unser Orchester den Concentus21 aus?

Das Spielen in der eigenen Stimmgruppe und das Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten als Beitrag für das größere Ganze, unter der Leitung eines erfahrenen und mit den Werken bestens vertrauten Dirigenten, ist für mich jedes Mal eine besonderes  Ereignis. Das Orchester des Concentus21 weist ein hohes Engagement seiner Mitglieder auf, die verschiedenen Altersgruppen und Nationalitäten angehören und bestens miteinander harmonieren.

Was war Dein bisher schönster Moment / Konzert mit dem Concentus21?

Auch für mich ist die (österreichische Erst-)Aufführung der 2. Symphonie von Carl Löwe in besonderer Erinnerung.

Welches Stück würdest Du gerne mal mit dem Concentus21 zur Aufführung bringen?

Warum nicht auch eine der drei letzten Symphonien von Schubert? Aber zuerst sollten wir die 4. und 5. nachholen.
(Anmerkung: Die 4. und 5. Symphonie haben wir bereits geprobt, aber nicht aufgeführt, da die Konzerte aufgrund der Pandemie abgesagt werden mussten.)

Es ist jetzt gerade Anfang Januar 2021 und wir alle hoffen und wünschen uns ein gutes, neues Jahr. Was sind Deine Wünsche für das Orchester und für Kunst und Kultur im neuen Jahr?

Dem Orchester wünsche ich nach einer einjährigen Pause einen baldigen neuen Start und erfolgreiche Konzerte! Kunst und Kultur generell waren ja die besonders Leidtragenden der Anti-Covid Maßnahmen, vor allem im professionellen Bereich. Aber auch die Amateure haben das letzte Jahr sicherlich als große Durststrecke empfunden.

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.

Malerei "Hausmusik"

Hausmusik im Lockdown

Auf Grund der wiederholten COVID Lockdowns ist schon seit längerem kein geregelter Probenbetrieb möglich. Dass unsere Musiker und Musikerinnen dennoch nicht untätig sind, kann man an den vielen Hausmusik-Videos sehen, die uns erreichen. Wir haben deshalb hier einige Videos gesammelt. Solltet ihr auch eigene Musik-Videos aus dem Lockdown haben, schickt uns eine Mail. Wir veröffentlichen sie gerne.

Den Anfang machen Maria und Norbert, die uns regelmäßig an ihrer Hausmusik teilhaben lassen. Unser Stimmführer der Bratschen ist auch in der Floridsdorfer Chorvereinigung “Harmonie 1865” aktiv und spielt immer wieder in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles.

Maria und Norbert spielen
Gabriel Fauré (1845 – 1924) “Après un rêve”/ Andantino in Bearbeitung für Viola und Klavier

Videos aufzunehmen, wenn alle Musikerinnen und Musiker in einem Raum sind, ist noch vergleichsweise einfach. Es reicht im Prinzip schon ein gutes SmartPhone, um ein verwertbares Ergebnis zu erzielen. Schwieriger wird es, wenn nicht alle Mitwirkenden im gleichen Raum sind, sondern jeder für sich eine Stimme aufnimmt. Dann muss man vorher alle Musiker und Musikerinnen mit detaillierten Anweisungen versorgen. Dazu gehört zum Beispiel die genau Tempo Angabe in Form einer Metronomzahl. Ajda und Ricardo von der Orchesterakademie El Sistema haben das ganz beeindruckend mit ihren Schülerinnen und Schülern geschafft und zu Weihnachten das beliebt “Feliz Navidad” vielstimmig eingespielt.

Ensemble der Orchesterakademie El Sistema spielt:
José Feliciano – Feliz Navidad

Die Schülerinnen und Schüler haben außerdem auch noch ein Online Weihnachtskonzert anstelle eines traditionellen Klassenabends eingespielt.

Orchesterakademie El Sistema – Weihnachtskonzert 2020

Bei Maria und Norbert mag sich die Perspektive in den einzelnen Videos ändern, ihre Freude an der gemeinsamen Hausmusik ändert sich nicht 😉

Maria und Norbert spielen:
Arcangelo CORELLI (1653 – 1713) Giga aus der Orchestersuite in D Dur in einer Bearbeitung für Viola und Klavier

Auch unsere Konzertmeisterin Christine musiziert im Lockdown und hat gemeinsam mit ihrem Lehrer Tudor Andrei einen musikalischen Weihnachtsgruß aufgenommen.

Christine und Tudor spielen:
Bartolomeo Campagnoli – 6 Duette für 2 Violinen op. 14 – Duett No. 6 4. Satz Allegro Assai

Schon im ersten Lockdown hat sich Bratschist Simon mit der Musik aus dem Videospiel Final Fantasy beschäftigt und ein schönes Video am Klavier aufgenommen. Wie viele der Musikerinnen und Musiker des Orchesters spielt auch er mehr als ein Instrument.

Simon spielt:
Final Fantasy X Piano Collections – Purgatorial Road

Vielseitig unterwegs ist auch Gerhard Deiss. Im Concentus21 spielt er Violine. Er komponiert aber auch und spielt hervorragend Klavier. Zum Beethoven-Jahr 2020 hat er die Klaviersonate in E-Dur op. 109 für uns aufgenommen.

Gerhard Deiss spielt:
Ludwig van Beethoven Klaviersonate op.109, E-Dur
Konzertmeisterin Christine mit ihrem Lehrer Tudor Andrei

Ein paar Fragen an: Christine

Mit Christine hat sich der concentus21 den langjährigen Wunsch erfüllen können, eine aus dem Orchester stammende Konzertmeisterin zu haben. Dabei ist das eine Funktion, die auch Profis oft überfordert. Und Christine übernimmt noch so einige Aufgaben „nebenbei“, trotz ihres anstrengenden Hauptberufs als COO bei WorkHeld. Jedenfalls kann und mag sich jetzt niemand mehr eine andere Lösung auf dem „Hauptsitz“ der ersten Violinen mehr vorstellen.

Die folgenden Fragen sollen etwas Licht in diese bemerkenswerte Laufbahn bringen:

Name: Christine

Instrument: Violine

Funktion im Orchester: Konzertmeisterin

Was waren Deine musikalischen Erfahrungen als Kind? Und wie war Dein Weg zur Geige?

Ich hab eigentlich Musik gemacht seit ich denken kann. Ich hab im Kindergarten schon gerne gesungen und hab mir jedes Kinderinstrument gewünscht, dass man sich vorstellen kann. Mit 5 Jahren durfte ich dann endlich in die musikalische Früherziehung. Danach kam erstmal die Blockflöte. Ich hatte eine tolle Lehrerin und war sehr traurig, als sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr unterrichten konnte. Als meine Eltern dann gefragt haben, ob ich nicht ein anderes Instrument lernen möchte, muss ich wohl sehr überzeugend gewesen sein in meinem Wunsch nach einer Geige, denn ich hab dann mit 9 Jahren mit dem Geigenunterricht begonnen.

Die Musik war für mich immer wichtig und ich habe meine ganze Schulzeit über im Chor gesungen und in verschiedenen Ensembles gespielt, auch weiterhin mit der Blockflöte, aber vor allem mit der Geige. Als ich 15 war, wurde ich dann Mitglied im Orchester der Musikfreunde Eppingen und seither hat mich die Orchestermusik nicht mehr losgelassen.

Welche musikalischen Vorbilder hast Du und warum?

Das ist schwer zu sagen. Es gibt so viele großartige Künstler, und es sind nicht immer nur die großen Stars, die inspirieren. Wenn ich aus der großen Masse der Geiger und Geigerinnen zwei nennen soll, dann ist es zum einen Anne-Sophie Mutter, da sie zu der Zeit, als ich anfing Geige zu spielen in Deutschland sehr präsent war. Zum anderen ist es heute Maxim Vengerov, dessen Interpretationen mir häufig am besten gefallen und der auf Instagram tolle Videos vom Musikmachen mit seinen Töchtern postet.

Was reizt Dich am Orchesterspielen?

Im Orchester zu sitzen und zu hören, was für ein Klang entsteht, wenn je nach Stück zwischen 30 und 50 Musikerinnen und Musiker auf einmal los spielen, fasziniert mich immer wieder. Aus all den verschiedenen Individuen mit ihren Stärken und Schwächen wird dann ein Klangkörper mit einem gemeinsamen Ziel, nämlich schöne Musik zu machen. Das ist nicht nur reizvoll, wenn wir nach monatelangem Proben ein Konzert geben, sondern es macht auch die Proben zu einem Erlebnis. Ich freue mich jede Woche auf die Probe am Montagabend. Dass Corona bedingt im Moment keine Proben und Konzerte stattfinden, schmerzt mich sehr und ich vermisse die Musik und meine Orchesterkolleginnen und -kollegen.

Was macht für Dich den Concentus21 aus?

Es gibt viele Dinge, die den Concentus21 speziell machen. Was glaube ich jeder schnell merkt, ist die Leidenschaft mit der unser Dirigent das Orchester leitet. Ein weiterer Punkt ist die gute Stimmung im Orchester, die sicher auch daher rührt, dass es bei uns vor Allem um das gemeinsame Musikmachen geht und nicht um einen Wettbewerb um die besten Plätze.

Wie hast Du die Bitte erlebt, als Konzertmeisterin zu wirken? Und wie geht es Dir derzeit damit?

Um ehrlich zu sein war ich unglaublich überrascht. Ich hatte knappe 18 Jahre nicht viel Musik gemacht, weil zuerst das Studium und dann die Arbeit dem ganzen etwas im Weg standen. Als ich dann nach Wien kam, hatte ich beschlossen wieder Unterricht zu nehmen (wo, wenn nicht in Wien 😉) und es irgendwie hin zu bekommen mit dem Üben. Das hat dann so gut funktioniert, dass ich in den Concentus21 eintreten konnte.

Die Frage, ob ich Konzertmeisterin werden möchte, kam dann im Vorfeld des zweiten Konzerts, bei dem ich mitgewirkt habe. Nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, wann ich übernehmen würde, hab ich dann erstmal ganz viel geübt und versucht, mich vorzubereiten. Auch mein Lehrer Tudor Andrei hat mir dabei geholfen und mir sehr geduldig meine Fragen beantwortet (er ist übrigens auf dem Beitragsbild neben mir zu sehen). Am Anfang war natürlich alles neu und ich war durchaus auch unsicher, aber unser Dirigent Herbert hat mich immer unterstützt und auch aus dem Orchester kam viel positives Feedback. Mittlerweile fühle ich mich in meiner Rolle ganz wohl und hab natürlich auch eine gewisse Routine entwickelt.

Was war Dein bisher schönster Moment / Konzert mit dem Concentus21?

Schwer zu sagen. Irgendwie ist jedes Konzert auf seine eigene Art speziell und schön. Toll sind natürlich die außergewöhnlichen Projekte, wie zum Beispiel die österreichische Uraufführung der Loewe Symphonie. Nicht nur ist die Symphonie absolut hörenswert und der Lorely Saal in dem das Konzert stattfand, eine Augenweide, sondern die Vorbereitung war auch besonders lang und intensiv, weil zunächst das Notenmaterial hergestellt werden musste. Wenn man dann auf der Bühne sitzt und der Tag der Aufführung endlich da ist, ist das ein ganz großartiges Gefühl.

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen?

Das ist keine einfache Frage, weil es so viele tolle Stücke quer durch die Epochen gibt. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es jedoch ganz sicher Beethovens 7. Symphonie.

Was wünscht Du dem Orchester für die Zukunft?

Durch die Corona Pandemie ist die Orchesterarbeit im Moment etwas schwieriger als sonst und es ist sehr herausfordernd bis unmöglich Konzerte zu organisieren. Insofern wünsche ich mir, wie sicherlich viele Menschen, dass wir bald wieder zu etwas mehr Normalität zurückkehren können und freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn wir das erste Mal wieder auftreten.

Das Interview führte unsere Obfrau Cornelia.

Eine Kostprobe von Christines Können findet ihr übrigens in unserer Zusammenstellung “Hausmusik im Lockdown”.

Ein paar Fragen an: Constantin

Name: Constantin
Instrument: Kontrabass
Funktion: Stimmführer

Constantin, was reizt Dich am Orchesterspielen?

Es sind so viele Dinge: Das Spielen von bekannten (und auch unbekannten 😉 ) Orchester-/Opernwerken, das gemeinsame Musizieren mit anderen Musikern und die wertvollen Erfahrungen die man dadurch sammelt, die Konzerte und die Freude die man den Zuhörern und sich selbst damit bereitet… Das Spielen im Orchester macht mir unglaublich viel Freude, es ist lehrreich, man entwickelt sich weiter… Ein wahrer künstlerischer Genuss!

Was macht für Dich den Concentus21 aus?

Ich schätze dass wir ein sehr ambitioniertes Amateurorchester mit engagierten Musikern und einem sehr professionellen und erfahrenen Dirigenten und künstlerischem Leiter sind. (Welchen ich auch menschlich sehr schätze!) Man findet bei uns Menschen aus verschiedensten Altersgruppen, Berufssparten, Nationalitäten, etc. und uns alle verbindet die Leidenschaft zur Musik. Außerdem ist es quasi ein “Markenzeichen” des Orchesters, auch unbekannte(re) Werke aufzuführen – das macht unglaublich viel Spaß!

Was ist für Dich das Besondere am NABUCCO Projekt?

Dass es meine erste Opernaufführung ist – und dann gleich so ein bekanntes Werk, mit großem Orchester, großem Chor und tollen Solisten. Ich freue mich schon sehr auf dieses Projekt, das wird bestimmt ganz, ganz großartig!

Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Selbstverständlich! Als Musiker und großer Liebhaber der “klassischen” Musik, ist man in Wien ja glücklicherweise verwöhnt. In unserer Stadt sind ja die die weltbesten Orchester, sowie Konzert- und Opernhäuser beheimatet. Am liebsten besuche ich den Wiener Musikverein, das Konzerthaus, sowie die Wiener Staatsoper. Mein Lieblingsorchster sind (wie sollte es auch anders sein 😉 ) die Wiener Philharmoniker.

Was war Dein bisher schönster Moment mit dem Concentus21?

Mein erstes Konzert mit dem Concentus21, vergangenen Herbst im Lorely Saal. Das Konzert war restlos ausverkauft, wir spielten ein wundervolles Programm in einem wunderschönen Konzertsaal! Es ist außerdem anzunehmen, dass wir an diesen Abend die 2. Sinfonie in e-Moll von Carl Loewe, in Wien uraufgeführt haben – das fühlt sich schon sehr besonders an!

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen?

Da gibt es viele Wünsche, eine schwierige Frage! Ich glaube wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es die 9. Sinfonie in d-Moll von Ludwig van Beethoven. Oder auch die 1. Sinfonie in D-Dur von Gustav Maler. (da gibt es gleich am Anfang des dritten Satzes ein schönes Kontrabass Solo. 🙂 )

Constantin, Du spielst ja Kontrabass. Welcher Musiker ist Dein musikalisches Vorbild und warum?

Unbestritten Ludwig Streicher! Er war langjähriger Solo-Kontrabassist der Wiener Philharmoniker, Professor an Hochschule für Musik in Wien, sowie Begründer der Ludwig Streicher Kontrabass Schule. Seine Kontrabass Schule ist meiner Meinung nach die Beste für “unser” Instrument und wird besonders in Wien/Österreich, aber auch in anderen Teilen der Welt, u.a. auch in Japan, gespielt und gelehrt. Für mich ist es wichtig diese Tradition zu bewahren und weiterzugeben. Außerdem war er ein großartiger Solist, er beherrschte den Kontrabass wie kein anderer! Glücklicherweise haben wir ihm viele legendäre Interpretationen und Aufnahmen zu verdanken. Übrigens: heuer hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Was hat Dich dazu gebracht, ausgerechnet dieses Instrument zu lernen?

Eine längere Geschichte: Als Kind habe ich einige Jahre lang Geige gelernt, doch relativ schnell stellte sich heraus, dass mich der Kontrabass eigentlich viel mehr interessieren würde. Als 13 jähriger, als sich meine Interessen zur Metal- und Rockmusik verschoben, habe ich begonnen E-Bass zu spielen. (dieses Instrument spiele ich auch nach wie vor) Erst Jahre später, als ich meine Liebe zur “klassischen” Musik wieder entdeckt hatte, habe ich begonnen Kontrabass zu spielen und bin nun bei meinem Trauminstrument angelangt. 🙂 Am meisten schätze ich die tiefen Frequenzen der Kontraoktave, den dunklen Klang und das Klangvolumen, aber auch die (nicht zu unterschätzende) Vielseitigkeit des Kontrabasses.

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.

Ein paar Fragen an: Martin

Name: Martin
Instrument: Violoncello

Martin, was reizt Dich am Orchesterspielen?

Einfach mittendrin sein zu dürfen, die Musik hautnah zu erleben und daran mitzuwirken.

Was macht für Dich den Concentus21 aus?

Das Erarbeiten und Verstehen Lernen der Stücke. Dies in einem Team von Gleichgesinnten unter dem Taktstock eines verständigen und meist geduldigen Dirigenten. Die Proben sind für mich immer ein Highlight.

Was ist für Dich das besondere am NABUCCO Projekt?

Marcel Prawy hat gesagt, Verdi hätte den Nabucco nur geschrieben um rund um den Gefangenenchor auch noch etwas Anderes zu haben. Ich bin gespannt, ob ich das auch so erleben werde. Jedenfalls freue ich mich, auch bei dieser Oper mittendrin zu sein zwischen Orchester, Chor und Solisten

Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Ja, in Konzerte verschiedenster Richtungen, nicht nur Klassik. Das letzte Konzert vor der Corona Pandemie war …

Was war Dein bisher schönster Moment / Konzert mit dem Concentus21?

Als wir im November 2017 in der Neuen Burg Perchtoldsdorf gemeinsam mit Elisa Wallnöfer Beethovens 3. Klavierkonzert gespielt haben.

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen?

Da wäre zum einen J. S. Bachs Cembalokonzert BWV 1052, zum anderen Beethovens Tripelkonzert. Für letzteres gibt es ohnehin Pläne. Ich freue mich darauf 🙂 .

Welcher Musiker ist Dein musikalisches Vorbild und warum?

Leonard Bernstein, weil er auch gesellschaftlich Stellung bezogen hat.

Martin, zum Abschluss die Frage, was hat Dich dazu gebracht, ausgerechnet Cello zu lernen?

Der Familienkreis schrie nach einem Cello. Ich habe erst mit 22 begonnen dieses Instrument zu lernen. Ich bin sehr froh, es damals gewagt zu haben 😉

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.

Mathilde - Projektmanagerin des NABUCCO Projekts

Ein paar Fragen an: Mathilde

Name: Mathilde
Funktion im Orchester: Projektmanagement NABUCCO

Für unser Großprojekt NABUCCO haben wir uns mit Dir eine Projektmanagerin an Bord geholt. Was ist für Dich das Besondere am NABUCCO Projekt?

Die Zusammenfügung von Orchester, Chor und Solisten ist bei dieser Oper etwas besonders Spannendes. Dies muss auch Verdi so oder so ähnlich empfunden haben, da ihn doch diese Oper wieder zur Komposition, mit der er Schluss machen wollte, zurückgebracht hat. Dazu kommt noch die konzertante Aufführung der Oper, ja, geht’s noch spannender? Es ist einfach eine schöne Aufgabe.

Du spielst nicht selbst im Orchester. Stattdessen singst Du im Chor und wirst auch beim Nabucco Projekt im Chor Allegro Vivace mitsingen. Was reizt Dich am Chorsingen?

Ich singe seit ich denken kann – mit kurzen Unterbrechungen – in Chören, was ich nie – auch als ganz junge Sängerin im Schulchor – als Pflichtübung gesehen habe, sondern als Bereicherung meines Lebens, als Entspannung, als sportähnliche Aktivität, d.h. als gesunde Aktivität und streckenweise auch als Therapie, als sehr erfolgreiche.

Mathilde, Du kennst das Orchester aus Proben und vor allem aus Projektsitzungen mit dem Vorstand. Was macht für Dich als eher Außenstehende den Concentus21 aus?

Ich habe Concentus21 in einigen Proben kennengelernt, die umgehend Lust auf mehr gemacht haben. Dass dieses Orchester ein Amateurorchester ist, muss extra dazugesagt werden, da man es nicht hört. Ich habe eine sehr schöne Verbundenheit im Orchester und vor allem der Musiker mit dem Dirigenten gespürt, der mir den Eindruck vermittelt, als ob er jedes einzelne Orchestermitglied mit seinem Taktstock liebevoll berühren möchte.

Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Ja, sowohl als auch, und so oft es irgendwie möglich ist. Und der Bogen spannt sich von MET-Übertragungen, Live-Opernaufführungen, mir Vorliebe mit mutigen Inszenierungen, über Musikverein- und Konzerthaus-Veranstaltungen bis zu Rock-/Jazz-/Blues-Konzerten.

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen? Gibt es eine Oper, Messe oder anderes Werk für Chor und Orchester, das Du gerne einmal mit uns aufführen würdest?

Ja, sicher gibt es da einiges. Aber nur um etwas konkret zu nennen, würde mir „Die Schöpfung“ von Haydn sehr gut gefallen oder auch eine Barockoper.

Hast Du ein musikalisches Vorbild oder einen Musiker, den Du bewunderst und warum?

Nein, ein musikalisches Vorbild habe ich nicht, und Musiker, die ich bewundere gibt es unzählige. Schwierig, hier den EINEN aus einer langen Liste zu nennen.

Zum Abschluss die letzte Frage and Dich, Mathilde: Spielst Du eigentlich ein Instrument?

Die übliche Blockflöte in der Schulzeit ist Vergangenheit und das geplante Klavierspiel Zukunft, d.h. nein, derzeit keines.

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.

Vereinsobfrau Cornelia Szabo-Knotik begrüßt

Ein paar Fragen an: Cornelia

Name: Cornelia
Instrument: Violoncello
Funktion im Orchester: Vereinsobfrau

Cornelia, was reizt Dich am Orchesterspielen?

Das Musizieren. Weil ich mich da in den Klang, in die Stücke mit der Cello-Stimme hineinfallen lasse und dann, wenns klappt, fast „schwebe“.

Was macht für Dich den Concentus21 aus?

Die gute Stimmung in der Cello-Gruppe, im Vorstand und bei den Proben. Die angenehme Arbeit mit dem Dirigenten – so anders als manche „Orchestertyrannen“. Und weil es mit der Probenfrequenz gut möglich ist, das als Hobby zu betreiben.

Was ist für Dich das besondere am NABUCCO Projekt?

Eine große, populäre Oper zu spielen ist für mich als Musikliebhaberin eine besondere Gelegenheit und der Klang samt Chor und Stimmen natürlich auch besonders üppig und prächtig. Die dicke Partitur ist auch von der Länge und Intensität her eine sportliche Herausforderung.

Gehst Du auch privat in die Oper und ins Konzert?

Selten, aber das kann sich noch ändern.

Was war Dein bisher schönster Moment / Konzert mit dem Concentus21?

Da fällt mir die Wahl schwer.

Welches Stück würdest Du gerne mal zur Aufführung bringen?

Eine der späten Haydn-Messen… aus Nostalgie, weil ich das als Jugendliche öfter erlebt habe.

Was hat Dich dazu gebracht, ausgerechnet Violoncello zu lernen?

Das war eine Mischung aus „glücklicher Zufall“ – ich war ja schon 17 und hatte länger Klavierstunden absolviert und auch Gitarre gelernt (nach der obligaten Blockflöte) – und familiärer Gefälligkeit, weil mein Vater ein Instrument von einem Geigenbauer-Freund hatte, der gerade verstorben war und sonst niemand in der Familie Cello gespielt hat.

Das Interview führte unsere Konzertmeisterin.

Ein Orchester in der Corona-Krise?

Es war schon ein herber Schlag, als wir am Anfang März das für den 22. März angesetzte Frühlingskonzert absagen mussten. Zum zweiten Mal in Folge waren wir schon einige Zeit vor dem Konzert beinahe ausverkauft. Das Orchester war gut vorbereitet. Die Proben liefen gut. Die Detailplanung für den Konzerttag war gemacht und dann das! Noch nie in unserer über 15jährigen Geschichte mussten wir ein Konzert absagen. Noch nie ist ein Solist ausgefallen. Noch nie war der Dirigent krank oder hätte es andere unlösbare Probleme gegeben. Und dann kommt da erst ganz schleichend ein Virus und sorgt durch die Corona-Krise nicht nur bei uns für Planänderungen.

Konzertabsage und nun?

Nach dem ersten Schock begannen wir im Vorstandsgremium dann zu diskutieren wie es weiter gehen könnte. Doch alles Diskutieren half nichts, es war einfach nicht klar, was zu welchem Zeitpunkt wieder möglich sein würde. Große Ratlosigkeit herrschte zunächst.

Musik hilft immer

Doch was machen Musiker, wenn sonst nichts mehr geht? Musik natürlich. Und so übten und musizierten sie fleißig weiter. Unterricht per Zoom oder Skype wurde sehr schnell zur Normalität und ohne anstehende Konzerte fand so mancher Zeit für Hausmusik. Ein paar Videos davon haben wir unten für euch verlinkt. Auch der Trend zu “Home Office Orchester”-Videos ging nicht ganz an uns vorbei, und so probierten wir mit einer kleinen Schar an Musikern das, was alle machten, scheiterten aber nicht nur an der Technik 😉 .

Proben wieder erlaubt

Umso größer war dann die Freude, als Proben im kleinen Kreis wieder möglich waren. Vorsichtig mit viel Abstand und Mundschutz ausgestattet trafen sich zunächst nur maximal zehn Streicher. Nach Wochen der Abstinenz und in häuslicher Einsamkeit war es wohltuend für alle wieder gemeinsam der Leidenschaft für Musik nachzugehen. Und weil wir als Orchester trotz Corona von Krise weit entfernt sind, fanden sich sogar neue Musiker ein.

Schnappschuss einiger Orchestermitglieder bei der ersten Probe nach der durch die Corona-Krise bedingten Auszeit
Schnappschuss vor der ersten Probe nach Corona

Mittlerweile können wir mit Abstand und Vorsicht wieder als ganzes Orchester proben. Das ist erfreulich und wir haben diese Gelegenheit bereits zweimal genutzt, bevor wir nun in die Sommerpause gehen.

So geht es weiter

Was kommt nach der Sommerpause? Wenn Corona es zulässt, dann werden wir Ende November das eigentlich für März geplante Konzertprogramm mit Beethoven, Weber und Schubert in leicht veränderter Form zu Gehör bringen. Die für Juni und November geplanten Programme “Eine Sommernacht mit Mozart” und “Beethoven und sein Schüler” haben wir gemeinsam mit den Solisten vorerst auf Eis gelegt. Wir werden sie für 2021 und 2022 soweit möglich in unseren Plan einfließen lassen.

Nabucco – ein Großprojekt

Nach dem November Konzert starten wir dann in ein Großprojekt, an dem wir trotz Corona-Krise in den letzten Monaten hinter den Kulissen fleißig weiter gearbeitet haben. Wir planen für Juni 2021 eine konzertante Aufführung der Verdi Oper NABUCCO. Gemeinsam mit dem Orchester und dem Chor Allegro Vivace unter der Leitung von Matthias Binder stehen am 19. und 20. Juni 2021 in der Canisiuskirche im 9. Bezirk bekannte Solisten wie Russi Nikoff, Maria Droulou und Monica Chavez in den Titelrollen vor dem Publikum.

Plakat der NABUCCO Opernkonzerte des Concentus21 im Juni 2021
Plakat NABUCCO Konzerte 2021

Wenn dann im 3. Akt der weltberühmte Gefangenenchor ertönt, werden die Irrungen und Wirrungen der Corona-Krise hoffentlich lange hinter uns liegen.

Interessierte Musiker, die gerne am Opernprojekt mitwirken möchten, können sich unter “Mitspielen” jederzeit melden.

Kurzporträt Carl Maria von Weber

Carl Maria von Weber
Carl Maria von Weber

Carl Maria von Weber (1786-1826) stammt aus einer künstlerisch tätigen Familie und war schon als Kind ständig auf Reisen, darunter auch mehrmals in Salzburg, wo er unter anderem bei Michael Haydn Unterricht hatte.

Ein einjähriger Aufenthalt in Wien brachte ihm auch die Bekanntschaft mit Joseph Haydn und mit dem damals bekannten Abbé Georg Joseph Vogler, der seinen Unterricht mittels Analyse von als vorbildlich gesehenen Werken anstelle traditioneller Kontrapunktlehre gestaltete.

Auch seine Karriere war neben kürzeren Anstellungen von Reisen bestimmt. Diesem Umstand verdankte er auch eine Freundschaft mit dem Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann, für den er mehrere kammermusikalische Werke und drei begeistert aufgenommene Konzerte geschrieben hat, darunter das Klarinettenkonzert Nr. 2 Es-Dur op. 74 (1811).

Ebenso schrieb er ein Konzert, das bis heute als Fixpunkt im Repertoire des Fagotts gehalten hat.Das Fagottkonzert in F-Dur op. 75 ist seit seiner Drucklegung 1823 in zahlreichen Neuauflagen herausgegeben wurde. Der damals fünfundzwanzigjährige Weber schrieb dieses Werk im November 1811 in München, und zwar auf die Bitte des ersten Fagottisten der dortigen Hofkapelle Georg Friedrich Brandt (1773-1836).

Unsere Konzerte mit Werken von Carl Maria von Weber

Frühlingskonzert “Mexiko trifft Wien” 22. März 2020 http://www.concentus21.at/klassik-in-wien-fruehlingskonzert-des-concentus21/
Sommerkonzert 2017 http://www.concentus21.at/sommerkonzert-virtuose-klarinette/
Opern und Operetten Konzert 2015 http://www.concentus21.at/unterhaltendes-musiktheater-lortzing-strauss/
Konzert Junge Solisten 2012 http://www.concentus21.at/junge-solisten/
Konzertante Opernaufführung 2010 http://www.concentus21.at/der-freischuetz/
Konzert “Wenn die Kleinen mit den Großen” 2007 http://www.concentus21.at/kleine-und-grosse/